Beitragsdepots: Berechnung

Um die Jahre 2002 bis 2004 herum war das Steuersparmodell "Fünf plus Sieben" beliebt.
Dabei wurde ein Einmalbetrag an die Versicherung bezahlt und von dieser in einem Beitragsdepot verzinslich angelegt. Über fünf Jahre wurden passende Beträge entnommen und in eine Lebensversicherung einbezahlt, so dass das verzinste Beitragsdepot dann genau leer war. Anschließend lief die Versicherung noch mindestens sieben Jahre. Mit der fünfjährigen Beitragszahlung der der zwölfjährigen Versicherungsdauer waren die Voraussetzungen für Steuerfreiheit der Erträge der Lebensversicherung erfüllt. Lediglich die Zinsen des Beitragsdepots waren zu versteuern.

Bei der Rückabwicklung einer solchen Lebensversicherung mit Beitragsdepot stellt sich die Frage, wie damit umzugehen ist.
Wir sind der Ansicht, dass die Versicherung das Beitragsdepot mit der Nettoverzinsung oder sogar der in der Regel noch deutlich höheren Eigenkapitalrendite zu verzinsen hat. Schließlich stand der Versicherung das Geld zur Anlage zur Verfügung. Da beide Zinssätze meist über dem vertraglich vereinbarten Depotzins liegen, bleibt bei solchermaßen erfolgter Verzinsung ein Überschuss nach Auszahlung des Beitragsdepots in die Lebensversicherung. Dieser Überschuss war anschließend über die ganze Zeit bei der Versicherung, so dass wir auch diesen samt Zinseszins mit der Nettoverzinsung oder der Eigenkapitalrendite verzinsen.

Für die Berechnung des Ertrags des Beitragsdepots verwenden wir den von Ihnen gewünschten Zinssatz. Zur Wahl stehen
- Nettoverzinsung der Versicherung,
- Eigenkapitalrendite der Versicherung,
- vertraglicher Depotzins,
- ein anderer fester Zinssatz oder
- Basiszins +5,0%.

Bei der Berechnung mit dem vertraglichen Depotzins ist das Beitragsdepot mit der letzten Zahlung in die Lebensversicherung leer und es bleibt kein zu erstattender und weiter zu verzinsender kein Überschuss.