Abschluss- und Verwaltungskosten

Bei der Berechnung der Forderung bei Rückabwicklung einer Lebensversicherung verteilen wir die Beiträge auf

  • Abschlusskosten,
  • Verwaltungskosten und
  • Sparanteil.

Bei "klassischen" (nicht fondsgebundenen) Lebensversicherungen ist diese Unterscheidung je nach Berechnungsvariante reine Formsache.
Das ist der Fall, wenn der Versicherung sowohl auf Abschluss- als auch auf Verwaltungskosten und den Sparanteil Zinsen (in Höhe der Nettoverzinsung) belastet werden.
Werden jedoch die Abschluss- oder Verwaltungskosten im Gegensatz zum verbleibenden Sparanteil nicht verzinst, beeinflusst deren Höhe das Ergebnis.
Derzeit entnehmen wir die Abschlusskosten möglichst den AVB der Vertragsunterlagen und setzen die Verwaltungskosten in Höhe der Verwaltungskostenquoten aus den Bilanzen der Versicherungen an.

Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen fließt der Sparanteil in Fonds.
Dabei ist es die Höhe der Kosten immer entscheidend für das Ergebnis, denn der Sparanteil wird nicht mit der Nettoverzinsung verzinst, sondern unterliegt der Kursentwicklung der Fonds.

Im Falle von Beitragserhöhungen, z.B. aufgrund von Dynamik, fallen auf die Erhöhung meist wieder Abschlusskosten an. Diese werden passend eingerechnet, indem der Abschlusskostensatz mit der hinzukommenden Beitragssumme multipliziert wird.